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Merkblatt Bestattungspflicht

Hier kann man sich das Merkblatt Bestattungspflicht auch als pdf runterladen, Merkblatt Bestattungspflicht. Da das Bestattungsgesetz in der Hoheit der Bundesländer unterschiedlich geregelt ist, gilt das Merkblatt nur im Bereich der Freien und Hansestadt Hamburg. Für die Geltung in den anderen Bundesländern schauen Sie bitte in die jeweiligen Bestattungsgesetze, wo Sie ähnliche Regelungen finden werden. Insbesondere bei den Sozialbestattungen werden Sie andere Regelungen finden. In Schleswig Holstein werden die Kosten von einfachen Bestattungen übernommen. Ebenso des gleichen in Niedersachsen.

Merkblatt: Bestattungspflicht, Kostenübernahme, keine Angehörigen mehr vorhanden

I) Bestattungspflicht: Diese ist geregelt im §10 Bestattungsgesetz Hamburg

Bestattungspflichtig sind die nächsten Angehörigen, siehe nachfolgenden Katalog:

  1. der Ehegatte oder der Lebenspartner ,
  2. die ehelichen und nichtehelichen Kinder,
  3. die Ehegatten oder Lebenspartner der ehelichen und nichtehelichen Kinder,
  4. die Stiefkinder,
  5. die Ehegatten oder Lebenspartner der Stiefkinder,
  6. die Enkel,
  7. die Ehegatten oder Lebenspartner der Enkel,
  8. die Eltern,
  9. die Geschwister,
  10. die Stiefgeschwister,
  11. die Großeltern,
  12. die Verschwägerten,
  13. die Kinder der Geschwister

Die Bestattungspflicht bedeutet, dass die nächsten Angehörigen, unabhängig ob sie möchten oder nicht, die Beerdigungskosten zu tragen haben.

Das gilt natürlich nicht, wenn die Angehörigen kein Geld haben und Sozialhilfe beziehen. Auch wenn ein volleingezahlter Vorsorgevertrag, des GBI, vorliegt, brauchen die Bestattungspflichtigen nichts zu bezahlen, weil dann die Kosten der Betroffene schon vorher bezahlt hat. Das gilt auch dann, wenn die Bewohner keine Angehörige haben.

II) Wer kann eine Sozialbestattung beantragen? Kostenübernahme-Antrag

Eine Sozialbestattung kann nur von demjenigen beantragt werden, der normalerweise gesetzlich dazu verpflichtet wäre, für die Bestattung aufzukommen – siehe Punkt I.

Da die Bestattungspflicht bei den nächsten Verwandten liegt, sollte der Antrag auf Kostenübernahme von genau diesen gestellt werden, wenn sie aus eigenem Vermögen und aus dem des Nachlasses die Bestattungskosten nicht tragen können. (auf den Willen kommt es nicht an, s.o.)

Hat der Verstorbene mehrere Kinder gehabt, würden sich die Bestattungskosten auf alle Kinder aufteilen, sofern es keinen Ehegatten des Verstorbenen mehr gibt. Kann die Bestattung von dem Erbe bezahlt werden, übernimmt das Sozialamt keine Kosten, selbst dann wenn dadurch das ganze Erbe aufgebraucht würde.

Eine Sozialbestattung ist in Hamburg ein fest definiertes Leistungsspektrum, das mit der Behörde verhandelt wurde. Bei weitem nicht alle Hamburger Bestatter übernehmen Sozialbestattungen. Das GBI übernimmt sehr gerne Sozialbestattungen, weil schon in unserer Satzung festgelegt ist, dass wir uns für die sozialen Belange unserer Kunden einsetzen und eine „würdige Bestattung für jeden“, ermöglichen möchten. Das Sozialamt übernimmt die Kosten einer einfachen Trauerfeier; allerdings ist die Auswahl generell stark eingeschränkt.

III) Was passiert, wenn der verstorbene Bewohner keine Angehörigen hat?

Nach § 10 I Satz 5 Bestattungsgesetzt übernimmt die Stadt Hamburg durch die Beauftragung des Friedhofes Öjendendorf AöR die Bestattung in eigener Regie. Die Überführung wird aber nicht von der Stadt durchgeführt. Für die Überführung können Sie einen Bestatter anrufen, sehr gerne das GBI unter der Rufnummer 040-248400 unter der Angabe: „keine Angehörige“. Dann wissen, wir, dass wir die öffentliche Verstorbenenhalle anfahren sollen. Diese Überführungsform nennt man auch „Auslagerung“.

IV) Kosten

Beim GBI können Sie Orientierungswerte für Bestattungskosten beim GBI online recherchieren: link

gbi-hamburg.de/informationen/bestattungskosten/

GBI Telefonnummer:

040-24 84 00 ( 24 Stunden)

GBI Homepage:

gbi-hamburg.de

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