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Pokemons auf Friedhöfen

Es gibt ein neues Handyspiel, dass Pokemons, wohl Drachen, die man mit dem Handy in der realen Welt jagen kann. Das Spiel heißt „Pokemon GO“. Die Frage stellt sich, ob diese virtuellen Drachen auch auf Friedhöfen „gejagt“ werden sollten, oder ob Friedhöfe als Teil des Lebens, der Naherholung sind nicht verwehren sollten.  Relativ klar ist, dass auf Kriegsdenkmalen, Gedenkstätten für KZ-Opfer usw. auf gar keinen Fall diese virtuellen Wesen platziert werden sollten. Friedhöfe sind per definitionem ein Ort der Andacht und Trauer. Irgendwelche handyversessenen Pokemon-Spieler, die sonst keinen Bezug zum Totengedenken haben und zum Anliegen eines Friedhofes, sollte kein Eintritt zum Friedhof gewährt werden.

Der Ohlsdorfer Friedhof, der auch Parklandschaft ist, und damit einen Teil des reinen Gedenkortes aufgegeben hat, sollte den Sachvorgang differenzierter betrachten.  In Wirklichkeit wird man auch kaum etwas ausrichten können gegen virutelle Drachen, weil die Programmierer des „Spiels“ in Japan residieren. Weltweit ist die Pokemonjagd in Kreisen von jungen Menschen super hipp. Seit dem 13.07.2016 ist das Spiel auch kostenlos in den Appstores dieser Welt auf die Smartphones runterladbar.  Hier ein Bericht im Deutschlandfunk über das Phänomen Pokemons auf Friedhöfen , link.

Bildrechte Pixabay CC Voltordu