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Allgemeine Regeln

Lass die schwerste Pflicht dir die heiligste sein.
J. G. Lavater

Allgemeine Regeln

Ein Kondolenzschreiben zu verfassen, ist mehr als eine traurige Pflicht.

Sie erfahren beispielsweise über eine Todesanzeige in der Zeitung, dass ein ehemaliger Kollege, ein Geschäftspartner, die Tochter eines Bekannten, von dem Sie schon lange nichts mehr gehört haben, Ihre Lieblingslehrerin oder der Vater einer Freundin gestorben ist. Sie möchten und müssen den Hinterbliebenen Ihr Mitgefühl ausdrücken, und nun gilt es, in Betroffenheit und Bestürzung die richtigen Worte zu finden.

Einen Kondolenzbrief zu formulieren ist eine äußerst schwierige und sensible Aufgabe, aber er darf nicht ungeschrieben bleiben, weil er Anteilnahme dokumentiert und den Hinterbliebenen das wärmende und tröstliche Gefühl gibt, in einer schweren Verlustsituation nicht allein zu sein; vor allem aber zeigt ein Beileidsbrief, dass der/die Verstorbene wichtig war und nicht vergessen ist.

Aus Unsicherheit – aber auch weil der Komplex Sterben und Tod in unserer Gesellschaft ein Tabuthema ist – vermeiden viele Menschen die persönliche Kontaktaufnahme mit den Hinterbliebenen. Außerdem möchte man nicht stören oder aufdringlich und neugierig wirken. Deshalb ist ein Beileidsschreiben das geeignete Mittel, um Trauernde zu unterstützen und Verstorbene zu würdigen: Ein Brief stört nicht, er kann in aller Ruhe zu einem frei gewählten Zeitpunkt gelesen werden.

Was Sie nicht schreiben sollten

Vermeiden Sie Floskeln wie „Das Leben geht weiter“, „Die Zeit heilt alle Wunden“, „Kopf hoch“ usw. Und wenn Ihnen wirklich die Worte fehlen, können Sie auch das schreiben! Vermeiden Sie auch christliche oder andere religiöse Formulierungen und (Bibel-) Sprüche, es sei denn, Sie wissen ganz genau, dass der Verstorbene und die Hinterbliebenen, an die Ihr Brief gerichtet ist, gläubig sind.

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