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Sanft entschlafen…

Ich denke, einen langen Schlaf zu tun,
denn dieser letzten Tage Qual war groß.
Schiller, Wallenstein

 

Liebe Helene,

wie Du mir telefonisch mitgeteilt hast, hat Dein Mann sein schweres Leiden, das er mit beispielhafter Geduld und in innigem Vertrauen auf Gott ertragen hat, endlich überstanden. Er ist sanft und friedlich eingeschlafen.

Dass man den Tod, den man in Frieden mit Gott erleidet, als Schlaf bezeichnen kann, wissen wir z.B. aus dem 1. Korintherbrief. Wie der Mensch nach des Tages Arbeit im Schlaf seine Ruhe sucht und neue Kraft für den kommenden Tag schöpft, verliert auch der Tod seinen Schrecken: denn er wird zum Schlaf, aus dem uns Gott zu neuem Leben auferstehen lässt.

Diese Hoffnung hat auch Deinen Mann während seines Leidensweges begleitet und kann daher als Ursache für seine Klaglosigkeit, seine Geduld, seine Gelassenheit, selbst in der Stunde seines Todes, betrachtet werden. Aber können wir uns einen sanfteren, einen friedlicheren Tod wünschen, als so „einzuschlafen“, wie es Deinem Mann vergönnt gewesen ist?

In zuversichtlicher Verbundenheit und voller Hoffnung im Glauben

Dein Paul