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Bestattungsrituale

Seit Jahrhunderten sind Beerdigungen in einen kirchlichen Kontext eingebettet. Der Pastor, die Pastorin oder der Priester hält eine Traueransprache oder Totenmesse ab.

Auch wenn im Hamburg des 21. Jahrhunderts viele Menschen nicht mehr kirchlich gebunden und Trauerfeiern ohne kirchliche Vertreter bereits seit Jahrzehnten gang und gäbe sind – es gibt nach wie vor ein starkes Bedürfnis nach Ritualen, die eine Beisetzung nachhaltig im Erleben der Hinterbliebenen verankern.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses beim GBI ist, dass der Trauerredner die nahen Angehörigen zu Hause aufsucht und sich mit Ihnen eingehend über das Leben des Verstorbenen unterhält. Auf der Grundlage dieser Gespräche entsteht später die Trauerrede, die dann auf der Feier in der Trauerfeierhalle des GBI in Ohlsdorf gehalten wird.

Rituale am Grab

Ein eindrückliches Ritual stellt die Verabschiedung am Grab mit dem dreifachen Erdwurf dar. Symbolisch steht er für die Vergänglichkeit des Körpers und sein Eingehen in das Element Erde, aus dem er genommen ist: „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“. Ein kleiner Hügel mit lockerer Erde und eine kleine Schaufel stehen neben dem Grab für dieses Ritual bereit.

Ein anderes bekanntes Ritual, das ebenfalls am offenen Grab praktiziert wird, ist das Nachwerfen von Blütenblättern. Ein Trauergast nach dem anderen wirft seine Blüte auf den Sarg, der zusehends mit Blütenblättern bedeckt wird.

Eine alte und schöne Tradition ist es auch, eine Blume mit an das Grab zu nehmen und diese dann nachzuwerfen – als letzten Gruß.

Auch die Kondolenzformel „Mein herzliches Beileid“, mit der jeder Trauergast den am Grab stehenden engsten Familienangehörigen seine Anteilnahme ausdrückt, gehört zu den Ritualen. Eine Steigerung erfährt dieses Ritual in der Geste der stummen Umarmung zwischen Hinterbliebenen, die einander nahestehen. Die Umarmung ist nicht nur ein äußerliches Zeichen, sondern kann auch eine Geste sein für Gefühle wie: „Ich bin bei dir, du bist nicht allein, mein Herz ist genauso schwer wie deins“. Die Umarmung ist Stütze und Trost in der Zeit tiefster Verzweiflung.

Urnenbeisetzung

Da die eigentliche Trauerfeier und die Urnenbeisetzung zeitlich oft weit auseinanderfallen, werden Urnen meistens zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis beigesetzt.

Bei einer Trauerfeier mit Sarg und anschließendem Leichenschmaus nimmt die Trauergemeinde im größeren Kreis Abschied vom Verstorbenen. Danach wird der Sarg zum Krematorium gebracht, und es vergehen gewöhnlich ein paar Tage, bis ein Termin zur Urnenbeisetzung bestimmt wird. Die eigentliche Urnenbeisetzung findet dann ohne große Zeremonie statt: Die engsten Angehörigen gehen mit der Urne von einer Kapelle zum Grab, wo die Urne beigesetzt wird.

Alternativ kann auch ein Mitarbeiter des GBI die Urne tragen. Bei der Urnenbeisetzung kann noch ein kleines Segensgedicht gesprochen werden, oder die Verwandten halten inne mit einem vorgelesenen Text des Abschieds. Auf jeden Fall ist es gut, wenn auch auf dem letzten Teil des Weges die Urne von Nahestehenden begleitet beigesetzt wird.

Urnenbeisetzungen sind nur bei Feuerbestattungen möglich.

Bestattungsforum Ohlsdorf

Eine Ausnahme von der oben angeführten Regel, dass sich die Feuerbestattung auf zwei separate Termine aufteilt, bildet das Angebot des Bestattungsforums Ohlsdorf. Im Anschluss an die Trauerfeier kann nach einer Wartezeit von zwei bis drei Stunden direkt beigesetzt werden, weil das Bestattungsforum auch ein Krematorium beinhaltet. Gerne können Sie einen GBI Berater dazu ansprechen.

 

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