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Common-Purpose Führungskräfte besuchen das GBI

Eine Gruppe des Führungskräfte- und Querdenker-Symposiums „Common Purpose“  (zivilgesellschaftliches Engagement) besuchte am 24.3.2015 das GBI Bestattungsinstitut.  Der Wertewandel in der Gesellschaft ausgedrückt im Bestattungswesen und der Trauerkultur war das Tagungsthema.

Nach einer Führung durch die GBI-Zentrale mit dem hauseigenen Trauerfeierraum, Leichenschmaus- und Meditationsraum,  Sarg-/ Urnen-Ausstellung hielt das GBI Bestattungsinstitut einen kurzen Impulsvortrag zum Wesen des Bestattungsgewerbes, den gesetzlichen Grundlagen und den historischen Wurzeln, die Basis des Bestattens und Beerdigens sind. Der zweite Teil kennzeichnete die Veränderungen, die sich auch tiefgründig im Bestattungsgewerbe darstellen lassen. Eine lebhafte Diskussion über verschiedene Begründungsebenen bereicherte den Nachmittag aller Anwesenden. Insbesondere wurde über den Begriff der Pietät diskutiert und Qualitätsstandards innerhalb des Bestattungsgewerbes. In Wirklichkeit differenzieren sich Bestattungsunternehmen vor allen Dingen durch die eingesetzten Fachkräfte und den Zeitaufwand, der für eine gute Versorgung aufgewendet wird. Beispielsweise sind die Regeln der Bestattungs-DIN für das GBI selbstverständlich und ein Mindestlevel. Beim GBI bekommen alle Verstorbenen eine „hygienischen Grundversorgung“ . Das GBI setzt nur hocherfahrene Fachleute ein, die meistens festangestellte Spezialisten sind, wie die GBI Trauerredner, die eine weltliche Trauerrede innerhalb einer Trauerfeier halten.  Ein Teilnehmer fragte, ob Pietät nicht nur das sei, was die Angehörigen einforderten. Der Geschäftsführer des GBI, Herr Litzenroth widersprach heftig: „ Selbstverständlich haben wir auch eine Bestatter-Berufsehre und die ist in erster Linie unabhängig von den moralischen Wertvorstellungen des Bestattungspflichtigen„. Aus der Moralphilosophie wissen wir, dass Moral nie die allgemeine Meinung der Menschen sein kann, sondern aufgrund von übergeordneten Wertvorstellungen in der Welt Geltungskraft hat. Im Philosophie-Studium wird gerne das Beispiel der indischen Witwenverbrennung genannt. Nur weil es Tradition in einer Gemeinschaft ist, heißt das noch lange nicht, das daraus eine moralische Legitimation abgeleitet werden kann. Der sogenannte „Naturalistische Fehlschluss“ beschreibt das Verbot vom Sein auf Sollen zu schließen. Als Bürger dieser Stadt sollten wir dafür einstehen Wertevorstellungen von Pietät und Anstand zu wahren. Dazu trägt das GBI Großhamburger Bestattungsinstitut mit vielfältigen Projekten bei, wie der qualitätsbasierten Unternehmensphilosophie und dem Kindertrauerkoffer.

Offensichtlich gibt es noch Nachholbedarf bei der Schnittstelle Krankenhaus -Bestatter, auch in Bezug auf Pietätsfragen.

Das Projekt Common Purpose hat uns in seiner Tragweite und den Beweggründen beeindruckt: „Unsere Vision ist es, den „Raum“, der zwischen den unmittelbaren Verantwortlichkeiten jedes Einzelnen und auch des Staates liegt, zu füllen… mit Menschen aus allen Berufen und Bereichen, mit Unternehmen und Organisationen, die das Gemeinwesen heute und in der Zukunft im Blick halten. Unser Ziel ist es, bei Führungskräften ebenso wie bei jungen Menschen das Bewusstsein für die Gesamtzusammenhänge von Führung und Gesellschaft zu wecken sowie für die gesellschaftliche Relevanz ihrer Entscheidungen.“

(hw 25.3.15)

Informationen zu dem Projekt Common Purpose finden Sie hier  

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