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..das Leben vom Tod bedroht…

Auf der Veranstaltung in der Kampnagelfabrik „Die Untoten“ trat auch der Bühnenautor Mark Ravenhill,(45) London, auf. Er war eingeladen, um über seine Erfahrungen mit einer lebensbedrohlichen und tödlichen Krankheit zu berichten. Sehr eindrücklich schilderte Ravenhill, wie er mit Anfang 20 von seiner Infektion hörte. 1990 gab es noch keine therapeutischen Möglichkeiten. Mr Ravenhill hatte sich ausgerechnet, dass er in 3 Jahren, mithin mit 27 Jahren tot sein würde, kaum das das Leben anfing. Er beschrieb niederschmetternd, wie sein Körper überall als Kainsmale Sarkome aufwies. In dem Bericht aus der Jetzt-Zeit hatte man nie den Eindruck, dass er vor dem Tod Angst gehabt hat. Dann geschah das Wunder und eine neue Behandlungsmöglichkeit wurde entdeckt. Dem Tod von der Schippe gesprungen könnte man sagen. Dennoch fühlte er sich oftmals mal auf der Seite des Todes, dann auf der Seite des Lebens, oder anders gesagt untot und unlebendig zu gleich, weil der scharfe Schwert des Todes sehr sehr nahe über ihm schwebte.

Die Lebenseinstellung lebe jetzt, oder wie die Mönche im Mittelalter sagte Carpe Diem, hat ihn immer positiv durch das Leben getragen.

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