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Der Kindstod… alles umsonst?

Ein Kind ist ein Buch,
aus dem wir lesen und
in das wir schreiben sollen.
Peter Rosegger

 

Liebe Sandra, lieber Henning,

durch den Tod Eures gerade erst geborenen Sohnes Alexander ist Euch ein unfassbarer Schicksalsschlag zugemutet worden, der Euch bis an die äußersten Grenzen Eurer psychischen und physischen Belastbarkeit treibt.

Wie alle werdenden Eltern habt Ihr neun Monate lang mit hoffnungsvoller Freude das Wachsen und Heranreifen Eures Kindes in allen Phasen der Schwangerschaft begleitet, die Bilder von den Ultraschalluntersuchungen immer wieder in glücklicher Erwartung des neuen Lebens betrachtet, die ersten und immer stärker werdenden Bewegungen des Kindes im Mutterleib gefühlt und ihm Eure Liebe zugeflüstert, schließlich der Geburt des Stammhalters entgegen gefiebert – und dann das! Auch wir sind entsetzt und voll der Mittrauer, wie wir vorher mit Euch die Vorfreude durchlebt haben; und wir fragen mit Euch: Alles umsonst? Sicherlich nicht! Lasst Euren Schmerz nicht in Klage und Anklage umschlagen, lasst Euch vielmehr von Eurem eigenen Kind die Worte des Augustinus sagen: „Ihr, dir ihr mich so geliebt habt, seht nicht auf das Leben, das ich beendet habe, sondern auf das, welches ich beginne.“

Euer beider junges Leben will weiter gelebt werden, und Euer Wunsch nach Kindern wird auch nach Alexanders frühem Tod allmählich wieder an natürlicher Kraft gewinnen. Die Natur wird mit Gottes Hilfe ihr Werk tun und Euch mit Kindern beschenken, die dann auf ewig eine Brücke der Liebe bilden zwischen Euch und Eurem ersten Kind, dem nur eine so kurze Lebensspanne vergönnt war. Euer kleiner Alexander ist gewiss nicht umsonst gestorben, er wünscht Euch neues Glück.

Wir auch. In enger Verbundenheit – Lea und Gerd Blume

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