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Digitaler Nachlass

Konferenz „Digitaler Nachlass Hamburg“

Auf der „digina.16″ tagten am 25.11.2016 rund 60 Fachgäste im Hamburger Bestattungsforum. Diskutiert wurde über die verschiedenen Wege, den „digitalen Nachlass“ zu sichern und die eigene Community im „digitalen Dorf“ zu pflegen, außerdem über die Möglichkeit, im digitalen Dorf zu trauern. Wie die erste Referentin aufzeigen konnte, ist eine Reihe digitaler Gedenkportale innerhalb von wenigen Jahren wieder vom Markt verschwunden. Die Ursachen liegen vermutlich in inadäquaten Erlös- oder Preismodellen oder in entsprechenden Vertriebsstrukturen.

Eine interessante Diskussion entbrannte um Möglichkeiten und Grenzen einer Löschung des digitalen Nachlasses. Einige IT-Experten vertraten die Ansicht, die Formulare seien mit Absicht so kompliziert gestaltet, um Nichtberechtigte an einer Löschung zu hindern. Die Verbraucherschützerin von Stiftung Warentest aus Berlin forderte dagegen eine Möglichkeit, die den Kunden in den Mittelpunkt stellt: „Wenn die Firmen es einem so einfach machen, Teil der Gemeinschaft zu werden oder die Portale zu nutzen, dann muss es dem Laien genauso einfach gemacht werden, seinen Spuren und Hinterlassenschaften löschen zu lassen.“

Dieser Wunsch findet seine Grenzen dort, wo Erbrecht ins Spiel kommt und es um die Herausgabe von Vermögenswerten geht. Insofern ist es verständlich, dass die meisten Banken einen besiegelten Erbschein benötigen, wenn ein Konto gelöscht und das Geld an die Erben ausgekehrt werden soll. Diese Vorschriften dienen dem Schutz der Banken, die sichergehen möchten, dass sie das Geld auch an den Berechtigten auskehren.

Offen bleibt dagegen, weshalb es so schwierig ist, ein Konto beim Versandhändler Amazon zu löschen.

Die einfachste und zugleich beste Lösung

Die einfachste und beste Lösung ist es, die Zugangsdaten in einem echten oder virtuellen Tresor zu hinterlegen. In solch einem Fall können Erben oder Nachlassverwalter sich mit den Zugangsdaten in den Account einloggen und diesen, je nach Wunsch, entweder weiterführen oder löschen.

Gefahr bei Nichtstun

Eine echte Gefahr für den geistigen digitalen Nachlass entsteht dann, wenn durch Nichtstun eine Löschung wertvoller Daten hervorgerufen wird. So berichtete die Referentin von Stiftung Warentest von dem Provider web.de, der nach nur sechs Monaten nicht nur das E-Mail-Konto des Verstorbenen geschlossen, sondern auch alle damit verbundenen Daten gelöscht hatte. Der künstlerische Nachlass ist damit unwiederbringlich verloren gegangen.

Teilnehmer der Konferenz „Digitaler Nachlass“

Mindestens die Hälfte der Anwesenden waren Start-up-Unternehmerinnen und -Unternehmer, die mit neuen Portalen auftraten. So zeigte die Rechtsanwältin Noltenius aus München eine digitale „Nachlasskiste“, genannt digital heritage. Interessant war auch ein von der Allianz finanziertes Start-up, dessen Geschäftsidee darin besteht, die Freunde über den Tod des Buchenden zu informieren. Je nach Freund oder Freundin können dabei unterschiedliche Botschaften eingespeichert werden, die im Todesfall ausgespielt werden.

Auf der anderen Seite stand die Firma Columba aus Berlin, die mit einem sehr durchdachten und juristisch bis ins letzte Detail ausgefeilten System digitale Hinterlassenschaften auf Wunsch auffinden und löschen kann. Gegen ein moderates Entgelt können im Internet die Gelder gefunden und geborgen werden, die der Verstorbene dort hinterlassen hat.

Das Besondere an dem Angebot von Columba ist, dass die Firma dafür weder Passwörter noch Zugangsdaten noch Informationen über ehemalige Geschäftskontakte des Verstorbenen benötigt. Das GBI Großhamburger Bestattungsinstitut arbeitet bereits seit längerer Zeit zu seiner vollsten Zufriedenheit mit Columba zusammen.

Löschung durch Profis  oder Laien?

Frau Virtz von der Stiftung Warentest trat mit einem Vortrag auf, der deutlich machte, welche Schwierigkeiten beim Abmelden von Accounts auftreten. Daher empfehlen wir den professionellen Weg über Columba. Da Columba nur über Bestattungshäuser buchbar ist, können Sie sich gerne über das GBI mit den Leistungen der Firma vertraut machen. Bitte rufen Sie uns unter der Nummer 040 24 84 00 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an:
wende@gbi-hamburg.de.

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