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Einführung

Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.
Johannes, 1,1

Einführung

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll – ich bin sprachlos – mir fehlen die Worte …“ So oder ähnlich reagieren und empfinden die Meisten von uns, wenn wir eine schlimme Nachricht erhalten, wenn wir erfahren müssen, dass ein lieber Angehöriger, ein guter Freund, eine enge Freundin, ein Kollege, ein Mensch, den wir kannten, gestorben ist.

Das lateinische Verb condolere bedeutet wörtlich: mit (einem anderen) Schmerz empfinden, mit (einem anderen) leiden.

Es ist eine gute Sitte und ein Gebot gesellschaftlicher Umgangsformen und oft auch ein persönliches emotionales Bedürfnis, die Erinnerungen an den Toten und die Teilnahme für die Trauer der Lebenden in Worte zu kleiden, in dem Versuch, andere und sich selbst über einen großen Verlust zu trösten. Aber gerade das ist sehr schwierig, deshalb fehlen uns meist die richtigen Worte.

Indem Sie sich der traurigen Pflicht stellen, einen Kondolenzbrief zu Papier zu bringen, machen Sie den Adressaten, aber auch sich selbst deutlich, dass der Tote nicht vergessen ist und wird; nehmen Sie sich deshalb Zeit und Ruhe und schreiben Sie so einfach, ehrlich und einfühlsam wie möglich. Einige persönliche Sätze auf weißem Briefpapier oder auf einer schlichten Karte genügen, denn auch in diesem sensiblen Bereich gilt: Weniger ist (fast immer) mehr!

Sehr persönlich, ausführlich und intensiv sollten Sie nur formulieren, wenn Sie den Verstorbenen und den oder die Adressaten des Kondolenzschreibens sehr gut gekannt haben bzw. kennen. Stil und Inhalt sollten immer Ihrer Beziehung und dem Grad der Vertrautheit zum Verstorbenen und den Hinterbliebenen entsprechen. Im Zweifelsfall fahren Sie mit Zurückhaltung und einer unprätentiösen Wortwahl am besten; schreiben Sie – unbedingt handschriftlich! – was Sie denken und fühlen.

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