Zur Startseite A+ A-

Fachvortrag „Wandel der Bestattungskultur“

Die Staatspolitische Gesellschaft bot einen Bildungsurlaub an mit dem Titel „Friedhof als Geschichtsbuch„. Im Rahmen dieser Gedankenreise hat Holger Wende, Referent für Öffentlichkeitsarbeit vom GBI Großhamburger Bestattungsinstitut einen ausdifferenzierten Fachvortrag am 16.06.2014 gehalten aus Sicht des Bestatters  zu dem Thema: „Der aktuelle Wandel in der Bestattungskultur – Ein Bericht aus der Praxis“. Dieser Vortrag wurde mit anderen Schwerpunkten im Wintersemester 2013 an der Universität Hamburg im Rahmen der Vorlesungsreihe „Sterben, Tod und Trauer im Wandel“ von Prof Fischer von Holger Wende vorgetragen. Die 15 Teilnehmer stellten rege Fragen und es konnten viele unbegründete Gerüchte beseitigt werden. Zum Beispiel die Mär vom Leichengift. Die spannendste Frage aus dem Auditorium war, ob der Tod eine Person ist, oder philosophisch gesprochen : eine Entität. In der Kunstgeschichte, so konnte Herr Wende anhand von vielen Beispielen darstellen, gab es immer eine Personifkation des Todes, aber fraglich ist, ob der Tod als Person nur dargestellt wurde, weil die Künstler das Thema Tod  so gut vermitteln konnten – memento mori und die diversen Vanitas-Darstellungen in der Kunstgeschichte- oder ob der Tod eine tatsächliches „Sein“ hat. ‚Aus christlicher Sicht auf jeden Fall nicht. Nach dieser Weltbetrachtung, Glaubensrichtung ist der Tod das Kennzeichen für den Übergang zwischen belebten und beseelten Wesen und dem unbeseelten, unbelebten Körper.

Kostenrechner