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Hospizwoche Hamburg 2016

Innerhalb der Hospizwoche Hamburg haben wir vom GBI eingeladen zu einer Führung in die Hamburger Kunsthalle.  17 Gäste fanden am 14.10.2016 den Weg in die Hamburger Kunsthalle und haben sich von den Gedanken der Dozentin M. Koch durch die Zeit tragen lassen. Zeit war das Thema des rund zweistündigen Vortrages. Wir sind gestartet im alten und gleichzeitig neuen Eingang der Kunsthalle und der Ausgestaltung durch Künstler des 19. Jahrhunderts und haben nicht nur die Wandmalereien bestaunt uns erklären lassen, sondern auch gleichzeitig die überlagernden Zeitströme dort spüren können, denn nach dem 2. Weltkrieg war diese Teil der Kunsthalle mit einem sympatischen grau gestrichen. Erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts haben Renovierungsarbeiten den ursprünglichen Zustand wiederhergestellt. Erst im Frühjahr 2016 wurde der Eingang erneut zum Haupteingang. Nach einen Zwischenstopp bei einem unbekannten Renaissonce Künstler, der den Tod hinter einer jungen Frau verborgen malte,  landeten wir bei Otto Runge, der sich mit dem Thema Tod, Endlichkeit befaßt hat.  Mit einem Bild das beeindruckend die Seelen im Himmel darstellt, wurden wir einmal mehr auf die Dimension des Jenseitigen hingewiesen.

Anschließend ging es bei dem Künstler Caspar Friedrich um ein ein großes dunkles Seegemälde.  Das Bild wurde von Caspar Friedrich gemalt, als er schon einen Gehirnschalg hatte und die Endlichkeit für ihn persönlich schon deutlich spürbar war. Die Zweiteilung des Bildes in die Meeresoberfläche, die mondleuchtende Horizontlinie und den dunkelwolkigen Himmel könnte auch die Mehrdimensionalität unseres Seins deutlich machen. Zumindest aus Sicht des Christen David Fridrich, der im 19 Jahrhundert lebte. Auf deiner einen Seite, dem Meer, die Welt im Hier und Jetzt und auf der anderen Seite die Welt im jenseitigen Raum, dem Raum der uns erwartet, nach christlichem Weltverständnis, wenn wir vom Tod uns trennen müssen von unserem Körper und wir in ein jenseitiges Reich eingehen werden.

Die Gäste waren interessiert und begeistert und dankten auch dem GBI für die Bereitstellung dieser Führung und Gedankenbereicherung. Wir danken Frau Koch und der Kunsthalle Hamburg.

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