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Kriegsende 2. Weltkrieg – Gedenkveranstaltung

Am 9.5.2016 versammelten sich auf dem Ohlsdorfer Friedhof auf Einladung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge diplomatische Vertreter aus vielen Ländern, die mit den Schülerinnen und Schülern der „Albert-Schweizer-Schule“ dem 71 Jahrestag des Kriegsendes am 8.Mai 1945 gedachten. Die Sozialsenatorin der Stadt Hamburg, Frau Dr. Melanie Leonhard, von Beruf Historikerin, hielt die erste, eindrückliche Rede und erinnerte an die 50 Millionen Toten, die auf den Schlachtfeldern in Europa geblieben sind und an die Toten der Stadt Hamburg – „alleine innerhalb von 10 Tagen sind in Hamburg über 30.000 Menschen gestorben“.

Sehr eindrücklich war auch die Geschichte einer Schülerin, die von ihren Großelern erzählte, die zum Kriegsende 4 Jahre alt gewesen sind. Die ständigen Sirenen und Bombennächste sind im unauslöschlichen Gedächtnis der Kriegsgeneration immer präsent: “ Mein Großvater konnte sein ganzes Leben nicht gut mit großen Menschenansammlungen umgehen und bei Versammlungen mußte er immer in der Nähe der Tür sitzen.“, so die 13jähige Schülerin. „Meine Großeltern konnten nicht verstehen, dass ich freiwillig Haferbrei esse. Für meine Großeltern war Haferbrei eine Notnahrung in Zeiten des Hungers nach dem zweiten Weltkrieg.“

„Für uns ist so vieles selbstverständlich, wie Frieden, Nahrung, Schule – damals war alles ein Luxusgut und der Tod stand täglich vor der Tür. Das macht man sich heute nicht mehr bewußt und sollte es doch, denn dann wissen wir, dass die Wertegemeinschaft in der wir leben ein absolut schützenswertes Gut ist, dass wir vor den äußeren und inneren Angreifern schützen müssen.“

Das GBI Großhamburger Bestattungsinstitut war eingeladen zu dieser Gedenkfeier. Wir haben diesmal von unserem Floristen, der Goetz Dekorationsgesellschaft, nicht einen traditionellen Kranz in Auftrag gegeben, sondern ein in Blumen gestecktes peace-Zeichen.

Im Anschluß forderte die Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Frau Karin Koop auf bereitgestellte Rosen auf den Kriegsgräbern niederzulegen. Ein eindrückliches und schönes Ritual des Gedenkens.

Kriegsende 2

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