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Trauerfeier James Last im Hamburger Michel

Der bekannte Bandleader, Dirigent und Verantwortliche für den James Last Big Band Sound des 20. Jahrhunderts, James Last ist im Alter von 86 Jahre in den USA gestorben. Das Hamburger Abendblatt schreibt in seiner Ausgabe vom 09.07.2015, dass angeblich 98 % aller Deutschen eine Platte von James Last im Schrank hätten. Lange Zeit verbrachte James Last in den sonnigen USA, wo er hochaltrig starb. Heimatwurzeln sind aber stärker als der Lebensmittelpunkt des Musikers und so ist die Urne auf dem Ohlsdorfer Friedhof im Familiengrab beigesetzt worden. Anfang Juli 2015 fand im „Hamburger Michel“ eine öffentliche Trauerfeier statt. 500 geladene Gäste, wie Otto Walkes, der Talkmaster Alfred Biolek, Bürgermeister Olaf Scholz kamen zur offiziellen Verabschiedung. Da es eine öffentliche Trauerfeier war, wurden die anderen 1500 Plätze von Fans und Hamburgern gefüllt. Bemerkenswert ist der kaum vorhandene Blumenschmuck. Außer einem großen Violinschlüssel aus weißen Blumen, einem Kranz der Bundesrepublik Deutschland und einem anderen Blumenkranz war der große Altarraum kahl und leer. Das erklärt sich dadurch, dass im Einladungsschreiben ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass anstatt Blumen und Kränzen gespendet werden soll.  Selbstverständlich ist eine Spende für den guten Zweck wichtig. Aus Sicht der  Trauerbegleitung des GBI Großhamburger Bestattungsinstituts möchten wir aber auch betonen, dass ein Abschiedszeichen für Verwandte, Freunde und Weggefährten immer ein Blumengesteck, bzw. ein Blumenkranz sein kann. Man kann als Trauernder ein Zeichen damit setzen. Man kann in einer rituellen Handlung etwas hinlegen, mit einem bewußten Abschiedsgedanken. Die Kränze werden anschließend auf das Grab begracht, auch wenn erst anschließend eine Kremation stattfindet.

Spannend an der Trauerfeier war auch, dass es eine gemischte Trauerfeier war. Gemeinhin unterscheidet man im Bestattergewerbe zwischen Christlicher, oder religiöser Trauerfeier, die von einem Priester, Pastor oder Iman geleitet wird, und weltlichen Trauerfeiern, die von den Rednern des Bestatters oder der Familie selbst geleitet wird. Bei der Trauerfeier für James Last sprach sowohl der Hauptpastor der Michalis Kirche Hamburg, Pastor Röder, als  auch einen weltlichen Teil durch den Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz. Was im Großen geht, geht natürlich auch im kleinen. Natürlich können, nach Absprache mit dem Pastor bei kirchlichen Trauerfeiern auch Angehörige aus der Familie sprechen.