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Muss man Menschen, die man nicht mag, bei der Einladung zur Trauerfeier trotzdem berücksichtigen?

Es kommt nicht selten vor, dass man sich bei der Einladung zu einer Trauerfeier mit verschiedenen Gruppen von Menschen konfrontiert sieht, die nicht gut aufeinander zu sprechen sind. Die vielfältigen Bande, die jemand im Laufe seines Lebens zu anderen geknüpft hat, bringen auch unterschiedliche Ansprüche dieser Menschen an den Verstorbenen und an die Trauer um ihn mit sich. Sie können durchaus im Widerstreit zueinander stehen.

Aus dieser Überlegung ergibt sich die Antwort auf die obige Frage: Um den unterschiedlichen Persönlichkeitsfacetten des Verstorbenen gerecht zu werden, kann es sinnvoll und nötig sein, auch andere als die vom Bestattungspflichtigen selbst (Auftraggeber) geschätzten Personen zur Trauerfeier einzuladen. Dazu können (entfernte) Verwandte, bestimmte Freunde, aber auch Arbeitskollegen zählen.

Besonders virulent kann die Entscheidung werden, wenn das Leben des Verstorbenen von mehreren, voneinander getrennten Abschnitten gekennzeichnet war, denen unterschiedliche „Lebensabschnittsgefährten“ entstammen. Auch wenn es schwer fällt – man sollte bedenken: Auch sie haben durch ihre je eigene Beziehung zum Verstorbenen das gleiche „Anrecht“ auf eine Trauerfeier und sollten deshalb bei der Einladung mit berücksichtigt werden. Demgegenüber kann die Einladung zum anschließenden Leichenschmaus oder Kaffeetrinken auf den Kreis der eigenen Angehörigen beschränkt bleiben.

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