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Trauerliteratur

Literaturtipp zur Trauerverarbeitung

Nicht mehr ganz neu ist das Buch „Das Lavendelzimmer“, das es inzwischen als Taschenbuch zu kaufen gibt. Das von der Autorin Nina George verfasste Buch lebt von seiner sprachlichen Stärke und dem Phantasiereichtum. Das zugrundeliegende Thema mit vielen Seitensträngen lässt sich unter den Begriff „Trauerverarbeitung“ fassen. Dabei ist die Realitätswahrnehmung oft durch subjektive Filter gefärbt.

Trauerarbeit ist Verlustarbeit, und Nina George lässt in „Das Lavendelzimmer“ einen Buchhändler namens Jean auf eine lange Reise gehen. Jean nimmt diese Reise nicht nur räumlich vor, sondern, insbesondere, auch seelisch. Schon vor sehr langer Zeit wäre die Reise notwendig gewesen für eine gute Trauerarbeit, doch der Romanheld hat diese Zeit in der inneren Emigration verbracht, zurückgezogen von der Welt und ihren Anfeindungen, aber auch Freuden.

An einer bestimmten Stelle tritt in seinem Leben eine Wendung ein, die die nicht vollzogene Bewältigung der Trauer offensichtlich macht. Wie wir aus der Trauerpsychologie wissen, eignet sich der aktive Weg deutlich besser zur Bewältigung als das passive Aussitzen der negativen Gefühle. Sich den eigenen Trauergefühlen zu stellen ist also dem Motto „Die Zeit heilt alle Wunden“ deutlich vorzuziehen.

Die Autorin Nina George wurde 1973 geboren und schreibt seit 1992 Romane. Mit dem „Lavendelzimmer“ ist ihr ein großartiges Werk gelungen, das in 34 Sprachen übersetzt wurde. Nina George veröffentlicht auch unter dem Pseudonym Jean Bagnol. Der nachfolgende Link führt zur Verlagsseite: hier klicken.

H. Wende, GBI-Trauerbegleiter

 

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Hier eine Beschreibung des Verlags:

Ein unwiderstehlicher Roman über die Macht der Bücher, die Liebe und die Magie des südlichen Lichts: „Das Lavendelzimmer“ – ein internationaler Bestseller, übersetzt in 30 Sprachen, gefeiert von der Presse wie von Lesern weltweit.
Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der „literarischen Apotheke“, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen ….

„Dieser Geschichte wohnt ein unglaublich feiner Zauber inne.“
Christine Westermann (WDR)

 

 

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