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Ist eine Trauerfeier am offenen Sarg möglich?

In vielen Traditionen ist es Brauch, die Trauerfeier am offenen Sarg zu zelebrieren. Wenn nicht durchgehend, so ist der Sarg zumindest zu Beginn der Trauerfeier geöffnet, um den Trauernden den Abschied zu ermöglichen. Später wird er geschlossen.

In der Regel spricht nichts gegen eine Abschiedsfeier am offenen Sarg. Sollte aus bestimmten ästhetischen oder hygienischen Gründen eine Trauerfeier am offenen Sarg doch nicht zulässig sein, so teilen wir das den für die Feier Verantwortlichen sowie den Angehörigen umgehend mit.

Ist es giftig, wenn man den Verstorbenen anfasst?

Da von dem Verstorbenen kein Leichengift ausgeht, kann er bedenkenlos angefasst werden. Früher – zum Teil auch heute noch – war es in Deutschland bei einigen Bevölkerungsgruppen üblich, den Verstorbenen ein letztes Mal zu waschen. Das ist gefahrlos möglich, weil die Autolyse erst deutlich später einsetzt.

Wann darf man den Verstorbenen nicht mehr anfassen?

Hat der Verstorbene an einer infektiösen Krankheiten gelitten, informieren wir Sie darüber. In diesem Fall ist ein Abschied am offenen Sarg nicht möglich.

Aufbahrung des Toten im Trauerhaus

Viele Menschen glauben in Hamburg, dass ein Toter sofort in eine öffentliche oder private Leichenhalle überführt werden muss. Noch im 19. Jahrhundert war es üblich, dass die Verstorbenen zu Hause aufgebahrt worden sind. Noch heute gibt der gesetzliche Rahmen die Möglichkeit, dass zu Hause, im Altenheim oder Krankenhaus der Verstorbenen 72 Stunden aufgebahrt werden darf. Im Sommer sollte der Bestatter angefragt werden, damit für eine Kühlung gesorgt wird. Dafür sind spezielle Kühlplatten, oder gekühlte Särge ausleihbar.