Zur Startseite A+ A-

Der Bundesgerichtshof für Zivilsachen BGH hat am 12.07.2018 entschieden, dass auch Daten aus elektronischen Accounts, wie z. B. bei Facebook, dem deutschen Erbrecht unterliegen. Damit darf der Zugang zu virtuellen Portalen wie Facebook oder Instagram den Erben nicht verwehrt werden. In dem Rechtsstreit ging es um ein Berliner Elternpaar, dessen minderjährige Tochter vor über fünf Jahren durch einen „Unfall“ mit der U-Bahn zu Tode gekommen war. Die Eltern hatten von Facebook den Zugang zu dem Account ihrer Tochter verlangt, um über den Gesprächs- bzw. Chatverlauf mit Freundinnen und Freunden herauszufinden, ob es sich bei dem Tod möglicherweise um einen Suizid gehandelt habe. Da Facebook den Account auf „Gedenkmodus“ gesetzt und somit gesperrt hatte, waren die Chatverläufe jedoch nicht mehr einsehbar.

Facebook hatte mit dem Fernmelde- und Briefgeheimnis argumentiert: dieses stünde höher als das Recht der Erben auf Einsichtnahme. In seinem Urteil hat der BGH nun festgestellt, dass es keinen Unterschied gibt zwischen Briefen in Papierform und elektronischen Briefen und Chatverläufen – beide unterliegen nunmehr dem Erbrecht. Die entsprechende Regelung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook, die das jetzige Vorgehen legitimiert, ist nach Ansicht des BGH nicht rechtmäßig.

Wer seine Angelegenheiten regeln möchte, der sollte sich deshalb rechtzeitig mit Fragen der Übergangsgestaltung beschäftigen. Die Optionen reichen von der notariellen Generalvollmacht über das notarielle oder handschriftliche Testament bis zur Hinterlegung von Zugängen zu digitalen Banken und sonstigen Wirtschaftsträgern, die das Geld des Nutzers verwalten. Hinterlegt werden können die Zugangsdaten in einer einfachen Excel-Tabelle oder bei professionellen Anbietern. Man kann die Daten auch ganz traditionell in einem Buch festhalten, beispielsweise im GBI-Vorsorgeordner. Dass solche Hinterlegungen sehr sinnvoll sein können, zeigt der aktuelle Fall eines überraschend verstorbenen Kryptomillionärs, dessen auf 250 Millionen Dollar geschätztes Vermögen auf Server auf der ganzen Welt verteilt ist. Da die Zugänge zu den Servern jedoch nicht hinterlegt sind, könnte es sein, dass die Familie leer ausgeht.

Auch in diesem Zusammenhang ist es also ratsam, sich mit dem Thema Bestattungsvorsorge auseinanderzusetzen. Beim GBI sind die Vorsorgeverträge gut abgesichert mit einer Preisgarantie. Es besteht die Möglichkeit, eine Bankbürgschaft abzuschließen.

Weitere Informationen zur Bestattungsvorsorge finden Sie hier.

 

GBI Standorte

Für Sie sind wir mit unseren GBI-Filialen vor Ort verfügbar

Standorte anzeigen

Aktuelles

Termine

Mehr erfahren:

Die GBI Info-Mappe zu allen Themen rund um Bestattung und Vorsorge!

Mehr erfahren
Kostenrechner