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Was gehört in einen Sarg?

Viele Menschen machen sich keine Gedanken, was in einen Sarg gehört. Dabei gibt es in der Bestatter-DIN eindeutige Empfehlungen, die man aber nicht als Vorschriften benennen kann, weil sie nicht gesetzlich verbindlich sind. Ein Sarg muß gemäß dem Hamburger Besatttungs Gesetz aus Vollhaus gefertigt sein. Daher sind alle Särge aus Metall oder Pappe oder Plastikderivaten nicht gemäß Gesetz zulässig.

In einen Sarg gehört eine flüssigkeitenaufsaugende Matratze und eine Decke mit Kissen.  Ein guter Bestatter hat verschiedene Wahlmöglichkeiten hierzu im Verkaufsprogramm.  Aus der Zeitschrift „Bestattung“ – Qualität stirbt zuletzt berichten wir über die unterschiedlichen Anforderungen in Bezug auf die Innenausstattung eines Sarges. Warum bedarf es diese Sarginnenausstattung?  Damit der Verstorbene pieätätvoll gebettet ist und einen würdigen Übergang haben kann. Bei den Billigbestattern, oder Entsorgungsbestattern fehlt es an oben genannter Ausstattung, weil sie gesetzlich nicht vorgeschrieben ist.

Die Überschrift des Artikels lautet

“ So legen sich die Deutschen zur letzten Ruhe“.

Der Autor, Stahl, schreibt, dass es in der Nachfrage nach Landstrichen differenziert zu unterschiedlichen Anforderungen der Trauernden kommt.  Im Norden sei eher Schlichtheit aus Baumwolle gefragt. Im Osten  scheint es für ambiotinierte und teure Sarginnenausstattungen fast kein Bedürfnis zu geben, bedingt durch das Diktat des politischen Systems. Nach DDR Auffassung sollten alle Menschen im Tot gleich behandelt werden, deswegen gab es bei Bestattungen auch nicht wirklich viel auszwählen. Wahrscheinlich könnte man auch sagen, dass die DDR die deutlichen Förderer der „anoymen Bestattungen“ waren, weil es in deren Konzept der Entindividualisierung passte.  In Hamburg gibt es inzwischen über 30 % anoyme Bestattungen.  Im Süden und in Bayern soll es auch bei der Sarginnenausstattung eher üppiger und verspielter zugehen, so verrät uns Jürgen Stahl, der Vorsitzender des Bundesverbandes für Bestattungsbedarf ist.

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