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Was gehört in einen Sarg?

Die meisten Menschen machen sich keine Gedanken darüber, was alles in einen Sarg gehört. Die Bestatter-DIN liefert dazu zwar keine gesetzlich verbindlichen Vorschriften, wohl aber Empfehlungen. Gemäß dem Hamburger Bestattungsgesetz muss ein Sarg aus Vollholz gefertigt sein. Daher sind alle Särge aus Metall, Pappe oder Plastikderivaten gemäß dem Hamburger Bestattungsgesetz nicht zulässig.

Um dem Verstorbenen einen würdevollen Übergang zu ermöglichen, muss ein Sarg mit einer Flüssigkeiten aufsaugenden Matratze sowie einer Decke und Kissen ausgestattet sein. Ein guter Bestatter hat hierzu verschiedene Wahlmöglichkeiten im Verkaufsprogramm. Mangels zwingender gesetzlicher Vorschriften glauben viele Billigbestatter leider, auf eine solche Ausstattung verzichten zu können.

Aus der Zeitschrift „Bestattung – Qualität stirbt zuletzt“ berichten wir über die unterschiedlichen Anforderungen in Bezug auf die Innenausstattung eines Sarges. Die Überschrift des Artikels lautet:

„So legen sich die Deutschen zur letzten Ruhe“

Der Autor Jürgen Stahl, Vorsitzender des Bundesverbands für Bestattungsbedarf, beschreibt die Unterschiede zwischen den verschiedenen deutschen Regionen in der Nachfrage nach Sarginnenausstattung. Während im Norden eher baumwollene Schlichtheit gefragt ist, darf es im Süden und in Bayern auch bei der Sarginnenausstattung gerne üppiger und verspielter zugehen. Im Osten scheint es dagegen so gut wie kein Bedürfnis nach ambitionierten und teuren Sarginnenausstattungen zu geben – vermutlich ist dies auf den anhaltenden Einfluss des Gleichheitsideals zu DDR-Zeiten zurückzuführen. Man könnte sogar so weit gehen zu behaupten, die DDR-Bestatter seien die eigentlichen Förderer der „anonymen Bestattungen“ gewesen, weil es in deren Konzept der Entindividualisierung passte. Die Zahl der anonymen Bestattungen ist in Hamburg inzwischen auf über 30 Prozent angestiegen.

 

 

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